Sachversicherungen rund ums Wohnen

Mit dem Begriff Sachversicherung werden sämtliche Versicherungen bezeichnet, die abhängig vom Bedarf, die Sachwerte des Versicherungsnehmers absichern. Im Unterschied dazu gibt es die Personenversicherung, die den Versicherungsnehmer persönlich hinsichtlich seines Lebens, der Gesundheit oder seiner Arbeitskraft versichern.

Sachversicherungen – abhängig vom individuellen Bedarf

Nicht jede Sachversicherung ist gleichzeitig für alle Menschen sinnvoll. So macht eine Gebäudeversicherung nur dann Sinn, wenn der Versicherungsnehmer Immobilienbesitzer ist. Eine Hausratversicherung hingegen sollte jeder mit eigenem Hausstand besitzen.

Die Wohngebäudeversicherung schützt Sie als Hausbesitzer vor finanziellen Risiken im Schadensfall. Der Besitzer einer Wohngebäudeversicherungs-Police ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, jedoch ist der Abschluss im Hinblick auf den Wert einer Immobilie ratsam. Wollen Sie das Haus finanzieren, verlangen die Hypothekengeber in der Regel den Nachweis einer Gebäudeversicherung.

Mitversichert sind – neben dem Gebäude – auch alle Einbaumöbel und Zubehör wie Gewächshäuser oder Zäune.

Oftmals enthält eine Gebäudeversicherung drei verschiedene Einzelversicherungen:

  • Feuer – Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion
  • Sturm und Hagel
  • Leitungswasser

Man spricht dann von der sogenannten verbundenen Wohngebäudeversicherung. Die Hausratversicherung tritt für alle Schäden am Hausrat ein, die ebenfalls durch Leitungswasserschäden, Brandschäden und Blitzschlag sowie Explosionen und Implosionen eingetreten sind. Ebenfalls ersetzt sie zerstörtes, gestohlenes oder beschädigtes Eigentum im Falle eines Einbruchs oder durch Vandalismus. Mitversichert sind ebenfalls geliehene oder fremde Gegenstände, die sich in der Wohnung, in einem Nebengebäude, im Keller oder in der Garage befinden.

Glasversicherung nicht nur für Immobilienbesitzer sinnvoll

Eine Glasversicherung ist insbesondere für Immobilieneigentümer sowie für Familien mit Kindern ratsam. Die meisten Hausratversicherungen kommen für Glasschäden nicht auf und Glasbruch muss gesondert abgesichert werden. Wenn Sie einen Wintergarten besitzen oder Terrarien und Aquarien, sollten Sie unbedingt eine Glasversicherung abschließen.

Bereits zwei Prozent des deutschen Stromverbrauchs werden durch Solarstromanlagen gewonnen, im Jahr 2020 schätzen die Experten des Bundesverbands Solarwirtschaft den Anteil sogar auf zehn Prozent. Kein Wunder also, wenn die Nachfrage nach den begehrten Modulen steigt und verstärkt Solaranlagen gestohlen werden. Eine spezielle Photovoltaikversicherung ersetzt neben Diebstahlschäden auch Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser. Aber auch Konstruktions-, Material- und Auslegungsfehler werden übernommen. Falsche Bedienung, auch bei Fahrlässigkeit, Kurzschlüsse, Sachbeschädigung und Sabotage und Schmoren werden von der Police abgedeckt. Kann die Solaranlage dann aufgrund einer der oben genannten versicherten Gefahren keinen Strom erzeugen, tritt die Versicherung ein und zahlt eine Ausfallentschädigung.

Oder sind Sie Besitzer eines Blockheizkraftwerks? Dann beachten Sie auch Versicherungen für Blockheizkraftwerke oder Solaranlagen. Blockheizkraftwerke (BHKW) werden immer kleiner, sodass sie auch für Privathaushalte eine gute Wärme-Alternative bieten. Während die größeren Anlagen früher ausschließlich Unternehmen vorbehalten waren, steigt das Angebot der kleinen BHKW, die auch für den Einsatz im Einfamilienhaus geeignet sind.
Ein Mikro-BHKW deckt nicht nur den Wärmebedarf eines Einfamilienhauses für Heizung und Warmwasser ab, sondern ganz nebenbei wird auch Strom produziert. Er kann wahlweise selber genutzt oder in das öffentliche Strom-Netz eingespeist werden. Eine Versicherung für solche Blockheizkraftwerke ist eine Police, die optimal auf die Bedürfnisse eines BHKW zugeschnitten ist und alle auftretenden Risiken abdeckt.

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